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Zu kurz gesprungen

Man musste den Newsletter von Dr. Andreas Lutz schon zweimal lesen, um nicht gleich vom Stuhl zu fallen. Ein durchaus renommierter und bekannter Gründungsberater schießt aus vollen Rohren gegen die Industrie- und Handelskammern in Deutschland, wettert gegen die "Pflichtmitgliedschaft" und fordert seine Leser auf, eine Petition zu unterschreiben. Seiner Meinung nach vertreten die IHK´s nur die Interessen der Großindustrie und der Konzerne und haben für kleine Betriebe und Gründer kein offenes Ohr. Hätte sich Dr. Lutz auch nur ansatzweise die Mühe gemacht, die Leistungen der Kammern zu hinterfragen oder entsprechend zu recherchieren - er hätte diesen Mist nicht geschrieben, zumal er ausgebildeter Journalist ist. Ob es die vielen Workshops sind, die für Gründer angeboten werden oder die Aufgaben der Kammer bei den zigtausenden von Prüfungen: Die Großindustrie spielt hier am wenigsten eine Rolle. Und blickt man in die Vollversammlung bzw. in die Ausschüsse, dann kommen mehr als 80% der Mitglieder aus kleinen und mittleren Unternehmen. Wir können also unserem Kollegen nur raten: Besser recherchieren und sich nicht vor jeden PR-Karren spannen lassen, auch wenn er noch so publikumswirksam sein mag.

Der Mehrwertsteuer-Wahnsinn

Wir werden von potentiellen Gründern immer wieder gefragt: "Muss ich Mehrwertsteuer berechnen oder nicht"? Meistens liegt die Antwort auf der Hand. Was aber, wenn es dann bei der Fakturierung um die Frage nach dem Mehrwertsteuersatz geht?
Für Hundefutter zahlen Sie 7% Mehrwertsteuer, für Baby-Windeln jedoch 19%. Ein Kinderbuch zum Ausmalen kostet 7%, eines zum Ausschneiden aber 19% Mehrwertsteuer. Wussten Sie, dass Garnelen geringer besteuert werden als Langusten? Die Frühkartoffel geniesst einen Steuervorteil gegenüber der Süsskartoffel und die Pizza im Pappkarton ist auch ermäßigt, während die auf dem Teller mit dem vollen Satz belastet ist. Dass dann ein Rollstuhl 7% Mehrwertsteuer kostet, ein Treppenlift aber 19%, ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Professor Rolf Peffekoven sagt: 16% auf Alles. Und er hat Recht damit. Behörden würden entlastet, der Wettbewerb wäre fairer und transparenter.

Sprachpanscher des Jahres 2012

Der Verein Deutsche Sprache e.V. in Dortmund ruft zur Wahl des Sprachpanschers 2012 auf. In die engere Auswahl kamen unter anderen die Karstadt Warenhaus GmbH, die ProSiebenSat.1 Media AG und die Liebherr AG. Wir für uns haben bereits den Sieger gekürt, weil es dümmer nicht mehr geht: Bei Karstadt werden die Kunden jetzt mit Wegweisern begrüßt, die zu "Kidswear" und "Home-Style" führen, die es beim "Mid Season Sale" gibt. Auch wenn der neue Karstadt-Chef ein Brite ist: Man sollte ihn mal fragen, welche Kunden Tag für Tag bei ihm einkaufen und ob die sich dann auch zurecht finden.
Den zweiten Platz bekommt von uns Frau Dr. Angelika Niebler, die Landesvorsitzende der Bayerischen CSU-Frauen Union. Die lädt nämlich ein mit der Überschrift: "Ladies After Work Party, powered by Frauen Union". Franz Josef würde sich im Grabe umdrehen.
www.vds-ev.de

Unternehmer des Jahres

Wenn diese Bezeichnung jemand verdient hat, dann die beiden Gründer von pro aurum, Robert Hartmann und Mirko Schmidt. Die Leistung der beiden Geschäftsführer ist mehr als vorbildlich, nicht nur wegen des geschäftlichen Erfolgs, sondern auch auf Grund des sozialen Engagements. So unterstützen sie die Münchner Tafel und viele andere gemeinnützige Einrichtungen. pro aurum hat mit dem Goldhaus in Riem ein echtes Wahrzeichen gesetzt - inzwischen gehört man längst zu den europäischen Marktführern im Edelmetallhandel und hat Handelshäuser u.a. in Dresden, Wien, Berlin, Zürich und Lugano. Die Bayerische Staatsregierung hat ihre Wahl für 2011 also mit gutem Grund getroffen: Unternehmer des Jahres. Wir begleiten das Team von der ersten Stunde an und sind gespannt, was den beiden damaligen Gründern im Laufe der nächsten Jahre noch so alles einfällt.
www.proaurum.de